Schöne Reiche Junge Männer Und Die Liebe (Fortsetzung)

Watcher X der einzige Reimende HiFi-Turm der Welt musste das Ganze natürlich weiterdichten in seinem schlichten Versmaß…

Strophe 5 und 6 von 4 – wo die Putzfrau vorgestellt wird.

Die junge Putzfrau, die ihn liebt,
den jungen Mann von dem ich schrieb,
der Geld wie Heu hat und Autos,
bei denen man das Dach kann los-

machen, man nennt dies Cabrios,
und Haus so schön und riesengroß,
mit Rauchsalon und siebzehn Klos,
die heißt Irma, hat ’ne Firma.

Strophe 7 von 4 – wo noch mal klargestellt wird, dass die sich nun echt lieben und das nicht nur so‘n Gefake ist

Irma und der junge Mann
taten sich also Liebe an.
Gegenseitig versicherten
sie sich’s, wobei sie kicherten.

Strophe 8 und 9 von 4 – wo die Hormone thematisiert werden

Sein Leben war nun ausgefüllt.
Jedoch – Alarmes Glocke schrüllt:
das dauert nur ein Vierteljahr,
mit den Hormonen, welche da

uns sagen, dass wir verliebt sind
und blind sind wie ein Ochsenrind.
Und danach setzt der Alltag ein
und tritt die Rosa Brille klein.

Strophe 10 und 11 von 4 – wie soll das nur enden?

Der Alltag macht die Liebe weg,
und hat der Partner einen Fleck,
den wir nicht sahn weil wir verliebt –
der Alltag uns die Lupe gibt.

Mit etwas Pech haben wir jetzt
bereits den Finger eingesetzt,
zu tragen einen güld’nen Reif,
der uns kettet zu Män änd Weif.

Strophe 12 bis 15 von 4 – wo die Irma merkt, dass Liebe ganz schön scheisse sein kann

Der Irma fiel es zuerst auf,
dass ihr Partner hatte zuhauf
solch Flecken, Ecken, Kanten scharf,
mit hohem Toleranzbedarf.

Er piescherte stehend ins Klo
und auch daneben, irgendwo,
so wie’s grad passte, weil er das
nicht hatte, was ist Augenmaß.

Auch mit dem Cabrio fuhr er
im Regen off’nen Dach’s umher,
die Karre kriegte Schimmelfell,
kapieren tat er dies nicht schnell.

Die Irma hatte mehr zu tun
mit Putzen, Schrubben und auch nun
bekam sie dafür nicht mehr Geld,
weil sie ja nicht mehr angestellt.

Strophe 16 bis 20 von 4 – wo der junge Mann nicht merkt, dass er Irma wie ein Arsch behandelt

Der junge Mann war glückelich
denn er war nicht mehr pickelich,
er hatte Reichtum, Weib und Car –
es sollt‘ so bleiben Jahr um Jahr.

Wenn Irma motzte, machte er
Bewegung wie Scheibenwischer
vor seiner Stirne mit der Hand,
weil er ihr Motzen gaga fand.

Er schenkt‘ ihr Blumen und auch Sex,
den letzter‘n wohl auch um des Zwecks,
nen Sohn zu haben, weil der dann
Jung Mann’s Eltern beglücken kann.

Er war so überzeugt davon,
dass er die Irma hat gewonn‘
mit seiner Liebe. Sie war Preis
und gehörte ihm. – So‘n Scheiss!

Strophe 21 von 4 – wo die Eltern von dem jungen Mann Irma wie ein Arsch behandeln

Die Eltern von dem jungen Mann
traten auch an die Irma ran,
sie wünschten sich nen Stammhalter
sie sollt‘ sich eil‘n, bei ihr‘m Alter.

Strophe 22 und 23 von 4 – wo der Arzt Irma wie ein Arsch behandelt

Es klappte nicht. Es kam kein Kind.
Worauf sie zu nem Doktor sind.
Der glotzte in ihr‘n Uterus,
und stempelte sie 1 A Plus.

Ein gebärfreudiges Becken
sie hätte, tat der Doc necken,
ihr junger Mann der saß dabei
und nickte eifrig, grinste frei.

Strophe 24 bis 26 von 4 – wo ein künstliches Kind gemacht wird weil die Liebe tot ist

Das Pröbchen von dem jungen Mann
tat unterm Mikroskop alsdann
ebenfalls alles was es braucht,
damit ein Knäblein wächst im Bauch.

So wurde in der Petrischal‘
zusammengerührt, was ne Qual
im Alltag war, weil Irmas Frust
wegen Sexismen ihre Lust

auf Liebe hatte platt gemacht.
Sie spürte, nicht an sie gedacht
hatte ihr Gatte, während er
beim letzten Mal keuchte so schwer.

Strophe 27 bis 32 von 4 – wo Frauenpower siegt.

Die Irma trug das Kindlein aus,
Was ihr der Doktor in dem Haus
der Ärzte hatte implantiert.
Die Schwangerschaft lief wie geschmiert.

Die Eltern ihres Ehemanns
starrten gespannt auf ihren Wanst,
der Stammhalter, der muss doch bald…
- Hey, er soll heißen Sven Harald!

Als der Tag nahte, wo sein Sohn
sich befreien aus dem Ballon
wollte, der Irmas Bauch nun war,
war seine ganze Clique da.

Die Harald-Fähnchen war‘n gedruckt,
es wurde damit rumgezuckt,
ge-hurra‘t, und be-wunsch-geglückt
der stolze Vater, der nun zückt

das Stammbuch, als der erste Schrei
aus dem Kreissaal stammt von dem klei-
nen Menschen, der es in der Tat
ans Licht der Welt geschafft nun hat.

Der junge Mann, er schreibt hin: „Sven-“
es jubeln alle Feiernden,
der Arzt kommt raus und sagt: „Na, na.
Es ist ne Tochter.“ – – -

Strophe 33 von 4 – märchenhaftes Ende!!!

Irma hat wieder ’ne Firma.

Sie bekommt wieder Geld für das Wegmachen von Pipiflecken Anderer Leute und ist geschieden.

Ihre Tochter Svenja entwickelt sich prächtig.