Archiv für November 2012

Inkscape: Funkhaus Screenshot

mit Perspektiven und Schnickschnack und dem Foto, von dem es bisher zusammengebastelt wurde.

Inkscape-Funkhaus

Die Perspektiven-Ebenen sollen nachher dabei helfen, Details die durch Bäume verdeckt werden, perspektivisch genau von anderen Fotos zu rekonstruieren.

Dann gibt’s noch die „Foto“-Ebene selbst, und darüber eine Ebene mit einem halbtransparenten Rechteck. Manche Strukturen lassen sich besser auf aufgehellten Fotos erkennen, bei anderen kann man die „Milchglas-Scheibe“ wegschalten. Vorteil einer drübergelegten Halb-Transparenz: kein Bearbeiten des Fotos selbst nötig. Und die Transparenz des Extra Rechtecks kann von 0-100 auf jeden gewünschten „Blickdicht“-Wert (Opazität) skaliert werden, und es kann auch ne andere Farbe als „Weiss“ drübergelegt bekommen.

Zum Thema Fotos:
Inkscape verlinkt importierte Fotos, will meinen die Vektorgrafik-Datei selber bleibt schlank. Ein unschätzbarer Vorteil.

Wenn der Link zum Foto verloren geht, weil man z. B. das Foto irgendwoanders hin kopiert oder den beinhaltenden Ordner umbenannt hat, ist der Pfad ganz einfach umzueditieren und schon ist das Bild wieder da.

Ebenen:
Mit dem „Auge“ kann man Ebenen anzeigen lassen oder ausblenden; mit dem „Schloss“ kann man sie gegen Schreiben schützen oder zum Schreiben freigeben.

Die grünen Pfeile unter den Ebenen schubsen die jeweils anmarkierte nach oben oder unten.

Das Ebenen-Menü bekommt man angezeigt mit Strg +Umschalt + L (wie „Layer“)

Als alter CorelDraw-Hase (ab Version 1.0 dabei) muss ich an dieser Stelle mal anmerken, dass die Tastenkürzel in Inkscape deutlich logischer sind als in meinem Leib&Magen-Grafikprogramm.

Zusätzlich muss ich bemerken, dass Coreldraw mittlerweile fernab von seinem Kernprogramm (Draw) einen dermaßen abgespace‘ten Gigantismus erreicht hat, dass es mir seit der Version 7 keine besondere Lust mehr macht, dieser Entwicklung weiter zu folgen. Eigentlich war mir Version 7 schon nen Tick zu groß für das, was ich in dem Programm vorhatte: Vektorzeichnen.

Inkscape hab ich noch nicht mal in Ansätzen erfasst bisher, aber das WAS ich davon zu sehen bekomme, muss ich mal ehrlich sagen, überzeugt mich zunehmend.

CorelDraw hatte damals als es auf den Markt kam, ein paar riesige Pluspunkte: tausende von freien Schriftarten (oder vielleicht besser gesagt, bekannten kostenpflichtigen nachempfundenen und ähnlich benannten Fonts; das waren so viele, dass sie auch die alten Windows-Rechner gelegentlich an den Rand der Kapazität trieben, ich glaub so bei 400 TTF-Fonts war unter W95 irgendwo Schluss. Oder war das unter W3.0? ich weisses nich mehr, ich weiss nur dass die Fehlermeldung toll war).

Zweiter Pluspunkt damals: hunderte von Import/ Exportfiltern. Es war ne Wunderwaffe gegen alle möglichen proprietären Formate der damaligen Zeit und hat selbst die beklopptesten Pixel- und Vektor-Dateitypen noch lesen können – heute isses aber selber ein proprietäres Format, und was ich ein bisschen sehr schade finde: aus Prinzip nicht abwärtskompatibel zu sich selbst.

Was die Schriftarten betrifft, ist Ubuntu selber eher sparsam damit ausgestattet und Inkscape bringt keine zusätzlichen mit. Das kann ich aber Inkscape nicht als Programm anlasten, denn Inkscape ist ein Vektorgrafikprogramm, nicht eine damals hochwillkommene Wunderwaffe im Kasten eines Windows-Users, der sich grundsätzlich mehr Problemen als Lösungen gegenüber sah.

Was die Import/Exportfunktionen betrifft, ist Inkscape ebenfalls sparsam. Andererseits weiss ich diese Sparsamkeit mittlerweile zu schätzen, denn warum muss ich ne Vektorgrafik in BMP, TIF, GIF, JPG, PCX, TGA und andere Pixelformate exportieren können?

Damals unter Windows 3.0 / 95, da war CorelDraw nicht nur ein Vektorgrafik-, sondern auch ein dringend benötigtes, sehr potentes NOTWEHR-Programm, das einen Zeichner/ Grafiker überhaupt erst in die Lage versetzte, unter extremem Zeitdruck am Computer so was Ähnliches wie das Wunder der Lesbarkeit ALLER gelieferten Vorlagen zu vollbringen. (Und Besonders Dringende, eigentlich bei ihrer ANLIEFERUNG schon VORVORGESTERN Drucktauglich Zu Sein Habende Vorlagen in „Kennt-keine-Sau“-Formaten gabs in meinem Zeichner-Job damals genug.) Entsprechend ist meine Ewige Hochachtung, und auf meinem Computerprogrammaltar nimmt das (damals) rebellische CorelDraw von Version 1.0 bis 7.0 die Stelle eines Heiligen ein und hat ne eigene Kerze brennen.

Aber nur CorelDraw – die Corel Photopaint Funktion, die war im Vergleich zu anderen Pixelprogrammen schon immer die schlechtere, lahmere, ressourcenfressendere Wahl.

Inkscape versucht zu meiner Freude gar nicht erst, seinem Pixelbruder Gimp Konkurrenz zu machen, sondern bleibt bei seiner Stärke, statt alles doppelt zu moppeln (wie das bei Windows-basierten sich gegenseitig Konkurrenz machenden Produkten leider Alltag ist und für den Normaluser, der eventuell einfach nur kreativ werden möchte, viel zu oft mehr proprietäre Qual, als Wahl, bedeutet).

Inkscape versucht auch nicht, DTP-Programm zu sein, während Corel(Draw) diese Attitüde durchaus bereits in Version 7 besitzt und in den Nachfolgeversionen anscheinend immer weiter ausgebaut hat. (Was mich als Nutzer des Vektorprogramms eher abgeschreckt hat. Ich hab einen Comicband mit Version 7 layoutet, die damit erzeugten PDFs machten aber bei Schwarzweiss-Pixelgrafiken in der Druckerei Probleme; aber ich weiss von anderen DTP-Programmen, dass S/W Pixelgrafiken gute Teststeine sind, um das Schlechteste aus jedem Programm hervorzulocken. Was mich als jahrzehntelangen Tuschezeichner, der darauf besteht, seine s/w Zeichnungen auch in s/w zu speichern, natürlich doppelt betrifft.)

Wer unter Ubuntu DTP machen möchte, kann sich vertrauensvoll an Scribus wenden; dies läuft nach Installation ebenfalls im Menü Programme / Grafik auf und übernimmt dann „det janze Layout-Geschiss, ohne gleichzeitig n Vektorgrafikproggi sein zu wollen, wa“.

Also an dieser Stelle also mal in der Kategorie Ubuntu98 (die Kategorie bedeutet => „ein W98-User steigt auf Ubuntu um“) ein deutliches Daumen Hoch für das Vektorgrafikprogramm Inkscape, das mich als „alten CorelDraw-Hasen“ immer mehr überzeugt.

[zuletzt editiert 1.12.2012 3:11]

Bastelideen, die schief gehen würden…

Laptoptaschenidee

Spaß mit SPAM: USB-Stick mit 360 Kappen

360 Kappen

Playlist 26.11.2012

Sender: Radio Unerhört Marburg
Sendung: Frühschicht (Montag)
Uhrzeit: 7-9 Uhr, Wdh: 9-11 Uhr, auch Mi von 7-9 & 9-11 noch mal.
Modzen&Ratzen: hikE

1 Avalanche – Connected
2 Ernst Horn – Äpfel mit Birnen
3 Funk für Fische – Studiogast Heike: Einzelsocken
4 Mogwai – Folk Death
5 Radio LoRa – Ein illegaler Puff in Moskau und was die deutsche Außenpolitik damit zu tun hat (52137)
6 Hooverphonic – Waves
7 VdW – Möhrchi
8 It’s not just boys fun – Fieser Traum
9 Essen
10 Jablkon – Cinema World
11 RDL – Mandant mit Abschiebebescheid und Nazi in gleicher Anwaltskanzlei?- AKJ Bremen zum Fall Gröbmayr (52293)
12 Air – Le Voyage de Penelpoe
13 HikE – Ute Schnute Nasenbier
14 The Fat Bullets – Shabu-Shabu
15 RUM – Solidarische Landwirtschaft – Interview mit Initiativgrupe Marburg (52171)
16 Flairk – Ik kann niet dansen
17 Radio RaBe – Lautstarke Proteste gegen den Besuch von NATO-Generalsekretär Rasmussen in Zürich (52294)
18 Säuselboys – Was einmal schön war
19 Roger Tarry – Driving Song

Wort des Tages: 21.11.

Streichholz im Auge – Balken im Ar.s.c.h
21.11.2012 hikE versemmelt ein Bibelsprichwort bis zur Unkenntlichkeit