„Christliche Traditionen in Frage gestellt“ – Exkurs

Münster, 27. Oktober 2012 (exc) Die Beschneidungsdebatte hat nach Einschätzung von Schriftsteller Navid Kermani „die eigentlichen Konfliktlinien“ in religionspolitischen Fragen aufgezeigt. „Sie verlaufen nicht zwischen den einzelnen Religionen, sondern zwischen den Religionen insgesamt und einer zunehmend aggressiv auftretenden antireligiösen Haltung in der Gesellschaft“, sagte der Kölner Orientalist am Freitagabend in Münster. Diese Haltung stelle die generelle religiöse Begründung von Handeln, Bekenntnissen und Motiven grundsätzlich in Frage. „Wenn metaphysische Begründungen, die nicht aus dem Hier und Jetzt rühren, gesellschaftlich nicht mehr als relevant wahrgenommen werden, betrifft das nicht nur Islam und Judentum, sondern es werden auch christliche Traditionen bald massiv in Frage gestellt.“

[Hervorhebungen im Zitat durch den Blogautor]

GENAU DAS!
I HOPE SO!
UND ZWAR BITTE ICH DARUM, DASS DAS SEHR BALD PASSIERT!

Christliche Leute die Frauen nur dann für Menschen[Religion schliesst Nichtmenschen kategorisch aus] halten, wenn diese zur Jungfernzeugung in der Lage sind, sollten beispielsweise aufhören, realen menschlichen Frauen zu suggerieren, dass diese homunkulide Untertanengeschöpfe seien weil sie gegen die „Jungfrau“ Maria einfach einpacken können. Gleichberechtigung der Frau oder auch jedes anderen Nicht-Mann-Konzeptes geht z. B. nur, indem entsprechende metaphysische Begründungen aus der Christen-Folklore gesellschaftlich als nicht mehr relevant wahrgenommen werden. (Beachte die Umstellung der Worte.)

Wenn metaphysisches Denken HANDLUNGEN im Hier & Jetzt bewirkt, die ganze Bevölkerungsgruppen, (die entweder der Loser-Kaste „Frau“ angehoeren oder einen nicht-definierten Status im Heten-Gefuege aufweisen und daher noch unter der christlichen Loser-Kaste „Frau“rangieren,) per Billig-Klischee-Knopfdruck-Denke für Arsch und Tritt erklären dürfen, dann bin ich SEHR für eine Ent-Religionalisierung des gesellschaftlichen Denkens.

Re-Ligio bedeutet Rück-Bindung.

Eine Rück-Bindung dient dem individuellen Angstverlust und gehört damit der individuellen Person. Re-Ligio sollte, falls sie gesellschaftlich in irgendeine Richtung fokussiert werden soll, sehr gut überlegt sein. Der Grundsatz der Religionsfreiheit ist unbedingt zu beachten – in beide Richtungen. Religionsfreiheit bedeutet AUCH eine individuelle Freiheit von der Religion ANDERER. Gerade deshalb gehört auch und gerade die Christen-Folklore in den Brennpunkt der Hinterfragung.